Fernweh mit Kindern endet nie

Fernweh mit Kindern endet nie

Auszeit, Weltreise, Langzeitreise ins Ungewisse oder wie ihr es nennt

In diesem Jahr zählen wir 20 Jahre Leben, Lieben, Höhen und Tiefen. Die ersten zehn Jahre standen unsere berufliche Entwicklung und die Schaffung unseres Heims im Vordergrund. Schließlich kam unser Großer auf die Welt und bereicherte die ersten fünf Jahre als “Einzelprinz” unser Leben. Er war von Anfang an einer wunderbarer Reisebegleiter. Gemeinsam haben wir Australien, Serbien, Montenegro, Sibirien, aber auch unser eigenes Land entdeckt.

Schließlich kam unser Kleiner und erweiterte unser Familienglück. Auch er erwies sich als fantastischer Reisebegleiter und startete mit uns, mit nur drei Monaten, eine Weltreise für ein halbes Jahr rund um den Globus. Beide Jungs waren in die sozialen Projekte involviert, für die wir uns unterwegs engagierten. Seit wir im Juli 2018 von unserer Reise zurückgekehrt sind, stand für uns fest, dass wir es wieder tun werden.

Damals waren wir noch zu viert. Es war einfach traumhaft die Liebe zum Reisen mit der Lust, Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, kombinieren zu können. Und vor allem machbar und nicht annähernd den Horrorgeschichten, die wir uns im Vorab anhören sollten. Ich selbst musste aufgrund einer vorangegangenen Lungenembolie Medikamente nehmen und einmal im Monat im Krankenhaus vorstellig werden. Da wir zu keinem Zeitpunkt echte oder vermeidbar lebensbedrohliche Situationen erlebt haben, stand für uns außer Frage, dass ein Leben außerhalb Deutschlands genauso gut funktioniert, wenn man anpassungsfähig ist.

Mit Kleinkindern in Hongkong
2018 zu viert mit dem World-Around-Ticket einmal um den Globus

Fernweh trotz veränderter Lebenssituation

Inzwischen hat sich unsere Lebenssituation wesentlich geändert. Im August 2019 haben unsere beiden Mädels unser Glück vervollständigt. Fliegen ist deshalb nicht unmöglich. Und wie unsere Reise nach Litauen zu unseren lieben Freunden gezeigt hat, auch keine Qual für unsere Kinder. Doch aufgrund eines aktuellen Umstandes, der uns alle betrifft (Covid-19), ist es eben nicht mehr so einfach.

Eigentlich wollten wir bereits 2020 starten – mit einem World-Around-Ticket, nur andersrum um den Globus. Schlecht konnten wir im letzten Jahr einschätzen, wie es uns unterwegs ergehen würde. Deshalb beschlossen wir schließlich “das machen wir, wenn das alles vorbei ist”. Doch „das Leben ist zu kurz für später“! Ich habe das Buch von Alexandra Reinwarth gelesen. Es hat meinen inneren Schweinehund überredet nicht zu warten bis irgendwas vorbei ist. Mein Mann schmunzelte mich an und meinte, er hätte nur gewartet, bis ich selber zu der Einsicht käme. Soviel Leichtsinn bin ich von ihm ja gar nicht gewöhnt!

Also sind wir seit August 2020 auf die Suche gegangen nach UNSEREM Fahrzeug. So einige haben wir gesehen und Probegefahren. Im November haben wir dann unseren EMU gefunden; ein Transporter im guten Zustand, mit annehmbaren Kilometerstand, ausbaufähig und vor allem für uns bezahlbar. Den Namen EMU haben wir von unserem ersten Campervan in Australien übernommen, mit dem unser Camperleben, so wie wir es jetzt leben, angefangen hat.

Mit dem Kauf des Fiat Ducato blühten die Fantasien, wohin er uns bringen würde. Während dessen lass mein Mann Bücher, Internetartikel, schaute YouTube-Videos, wie man das Fahrzeug zum „Rolling Home“ machen kann. Doch es gab eine entscheidende Herausforderung; Platz für sechs Personen mit TÜV. Also widmete er sich zunächst den Vorschriften und bastelte daraus unser wunderbares geländefähiges Wohnmobil. (Dazu wird es später hier auch das e-book geben).

Nicht nur Recherchen zum Ausbau bewegten uns. Was wird das Ziel sein?

Aufbruchstimmung

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